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Religion

Schamanismus - Buddhismus - Islam

Die ursprüngliche Religion der Mongolen war der Schamanismus. Im Jahre 1635 wurde Undur Gegeen Zanabazar geboren. Ihm wurden zeitlebens spezielle Fähigkeiten zugesprochen. Später wurde er zum ersten Bogd der Mongolei. Ein Bogd hat das höchste Amt im mongolischen Buddhismus inne und ist mit dem tibetanischen Titel Dalai Lama vergleichbar. 1649 reiste Zanabazar nach Tibet, um den dort vorherrschenden Buddhismus zu erlernen. Er wurde nach seiner Rückkehr als herausragender Gelehrter bekannt und führte den Gelbmützenbuddhismus in der Mongolei ein. Daraufhin wurden zahlreiche Klöster gegründet. Zanabazar wird bis heute von den Mongolen als Genie, begnadeter Bildhauer und Grafiker hoch verehrt. Vereinzelt wird er auch der „Michelangelo der Mongolei“ genannt. Ein vielleicht etwas verwegener Vergleich, doch seine Schaffenskraft war und ist unumstritten. Sicher war er auch seiner Zeit voraus. So erfand er ein Alphabet, die so genannte Soyombo-Schrift, mit der tibetisch, mongolisch und auch Sanskrit schreibbar waren. Sie kam aber leider nie zur Anwendung. Der erste Buchstabe dieses Alphabetes, also der Buchstabe A, ziert heute noch die mongolische Nationalflagge. Im Laufe der Zeit vermischte sich der eingeführte tibetische Buddhismus mit den schamanistischen Elementen, die im Land vorherrschten. Es entstand ein ganz eigener mongolischer Buddhismus. 

Mit Beginn der sozialistischen Zeit ab Mitte der 30er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts trat die Religion jedoch in den Hintergrund. Die kommunistischen Herrscher duldeten keine weiteren Mächte im Land. Die ganze Aufmerksamkeit des Volkes sollte dem Regime und der Partei gehören. Folglich wurden fast alle Mönche im Land ermordet und die Tempel bis auf wenige Ausnahmen zerstört. Eine dieser Ausnahmen war auch das Choijinlama Kloster. Inzwischen ein Museum, wurde es zwischen 1904 und 1908 als Unterkunft für das damalige Staatsorakel im heutigen Ulaanbaatar erbaut und liegt einen Steinwurf südlich des Sukhbaatar-Platzes mitten in der Stadt. Das Amt des Staatsorakels hatte zu dieser Zeit Luvsankhaidav, ein jüngerer Bruder des damaligen Bogd, inne. Er hatte die Aufgabe, bei wichtigen staatstragenden Entscheidungen deren Auswirkung in der Zukunft vorherzusehen. Die Anlage besteht aus fünf Tempeln, die die antilamaistische Kampagne weitestgehend unbeschadet überlebt haben. Der damalige regierende sozialistische Diktator Choibalsan hatte, Überlieferungen zu Folge, die Anlage eigenmächtig von der Liste der zu zerstörenden Gebäude gestrichen. 

Erst nach der sozialistischen Herrschaft keimte die Saat des Buddhismus wieder auf und die Klöster des Landes wurden wieder eröffnet. Im Zuge dessen gewinnt auch der pure Schamanismus immer mehr Anhänger im Volk. Viele sind als Schamanen aktiv und lassen sich für ihre Dienste bezahlen. Nicht jeder hat dabei aber das Zeug zu einem guten Schamanen. 

In der Hauptstadt sind mittlerweile fast alle Weltreligionen vertreten. Viele Gruppen missionieren sehr stark und versuchen durch soziale Dienstleistungen die Herzen der Menschen zu erreichen. Speziell das Christentum mit seinen diversen Untergruppierungen und Sekten ist stark im Land aktiv. 

Schon gewusst ?

Der Islam ist ebenfalls im Land fest verwurzelt.

Wenn auch hauptsächlich im Westen der Mongolei. Moscheen stehen mittlerweile in Ulaanbaatar und in Nalaikh, einem kleinen Vorort. Dort wohnen viele Kasachen, die aus ihrer Heimatregion Bayan-Ulgii in die Hauptstadt umgesiedelt sind.

Die Kasachen, sunnitische Moslems, die vor Jahren in die Mongolei migrierten, waren von je her Anhänger des muslimischen Glaubens und üben diesen auch weiterhin aus. 

Religionen unter Dschinggis Khan

Gleichberechtigte Religionen in der alten Hauptstadt

Unter dem großen Mongolenführer Dschingis Khan und dessen Nachfolgern lebten damals Anhänger aller auf der Welt vertretenen Religionen friedlich miteinander in der damaligen Hauptstadt Kharkhoriin (Kharakorum) in der Zentralmongolei.